Poznań

Hallo ihr Lieben!

Wie ihr sicher mitbekommen habt, habe ich in der letzten Woche ein paar Tage in Polen verbracht. Eine Freundin hatte frei und so entschlossen wir, das heißt meine Schwester, meine Freundin und ich, uns spontan für diesen Kurztrip. Es war meine erste Reise nach Polen und heute möchte ich euch ein bisschen davon berichten.

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Von meinem Zuhause aus fährt man ungefähr 5 Stunden mit dem Auto nach Poznań, die Stadt, die wir besucht haben. Das finde ich okay, für eine kurze Reise. Dennoch blieben wir zwei Nächte in der Stadt, da jeden Tage diese Strecke zu fahren, dann doch etwas viel wäre. Die Zeit war auch genau richtig, um die Stadt kennen zu lernen.

Poznań liegt in dem Bereich Großpolen und ist die fünftgrößte Stadt Polens. Dabei kam mir die Stadt gar nicht so riesig vor, da sich das meiste um den Marktplatz herum abspielt, ein sehr schöner Marktplatz. Allgemein ist die Altstadt sehr schön. Sie besteht aus vielen sehr hübschen und bunten Häusern. Wer es etwas moderner mag, kann in eines der vielen Einkaufszentren gehen, die sich ebenfalls in der Stadt befinden. Diese sind echt riesig und im Vergleich zu einigen unserer deutschen, viel moderner. Das hätte ich nicht erwartet.

Am ersten Tag unseres Aufenthaltes erkundeten wir die Altstadt. Das Wetter war ziemlich stürmisch und verregnet, aber wir hatten Glück und waren zufällig immer dann draußen, wenn es trocken war. Später landeten wir eher zufällig in dem Einkaufszentrum Stary Browar, riesig groß aber gleichzeitig total schön. Es wurde in einem alten Bierbrauwerk eröffnet. Dort findet man viele bekannte Geschäfte, aber auch einige eher teure und edle Boutiquen. Nachdem wir dieses einmal durchquert hatten, war der Tag auch schon rum.

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Am zweiten Tag besuchten wir wieder die Altstadt und versammelten uns um 12 Uhr, zusammen mit vielen anderen Touristen, vor dem Rathaus. Warum? Pünktlich zur Mittagszeit kommen oben aus dem Turm zwei Ziegen, die gegeneinander kämpfen. Keine echten, natürlich. Daneben steht ein Trompete spielender Mann. Sehr amüsant. Dazu muss man sagen, dass die Aktion mit den Ziegen auf einer alten Legende beruht und nicht nur ein kreativer Einfall war. Anschließend wollten wir in ein weiteres Einkaufszentrum gehen, ins Avenida. Das wurde allerdings nichts, denn grade angekommen, schickte man uns und alle anderen Besucher wieder raus. Warum? Das wusste keiner, die Begründung war lediglich, dass sie genau jetzt zu machen wollen, es gäbe ja genug andere Möglichkeiten, wo wir hingehen könnten. Mitten in der Woche zur Mittagszeit, das glaubte keiner und es war auch sehr ärgerlich. Wir haben es uns so angewöhnt, möglichst viel zu Fuß zu laufen und sind so etwa eine Stunde umsonst durch die Stadt gelaufen. Wir lernten dabei die Stadt von ihrer anderen Seite kennen, denn sobald man die Altstadt verlässt und somit auch die Touristengegend, ist sie nicht mehr so schön. Teilweise sogar sehr dreckig und heruntergekommen. Das finde ich allerdings nicht wirklich überraschend, denn solche Gegenden gibt es in jeder Stadt. Ebenfalls besucht haben wir die „Katedra Poznanska“, eine von innen wirklich wunderschöne Kirche.

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Wieder zurück im Zentrum, probierten wir ein paar polnische Spezialitäten. Pierogis und Paczki. Pierogis sind gefüllte Teigtaschen, die mich ein bisschen an Ravioli erinnert haben. Man bekommt sie mit so jeder erdenklichen Füllung, genauso wie Paczki, die sehr an unsere Berliner erinnern. Beides war nicht schlecht, hat mich aber auch nicht so ganz überzeugt. Ich kann mir aber gut vorstellen, mich daran zu gewöhnen, sollte ich noch mehrmals in Polen sein.

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An unserem letzten Tag besuchten wir das archäologische Museum. Dort konnte man einiges über die Vergangenheit Polens erfahren, aber auch vieles über andere vergangene Epochen. Besonders interessant fand ich den ägyptischen Bereich, aber ich mag solche Museen allgemein sehr gerne. Zu guter Letzt suchten wir noch ein Einkaufszentrum auf, das Posnania. Viele Geschäfte betraten wir dort gar nicht, da wir an diesem Tag auch noch zurück fahren mussten, aber auch dieses war von innen sehr schön. Wir deckten uns für den Rückweg noch in einem polnischen Supermarkt ein und machten uns dann auf den Heimweg. Etwas das ich gerne noch gesehen hätte, wäre der Zoo. Es soll einen sehr schönen und alten Zoo geben, mit extra großen Gehegen für die Tiere, aber dafür reichte die Zeit dann doch nicht mehr. Vielleicht ist das ein Grund, nochmal wieder zu kommen?

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Allgemein hat mir meine erste Reise nach Polen sehr gut gefallen. Das Land unterscheidet sich nicht groß von Deutschland, auch wenn es eine andere Währung hat und ich allgemein den Eindruck hatte, die Polen finden uns Deutschen nicht ganz so super. Es gibt kaum irgendwo deutsche Übersetzungen und auch oft keine englischen. Wenn wir dann jemanden auf englisch angesprochen haben, meistens in Restaurants, wirkten diese sehr abweisend. So gesehen ist das aber nichts neues, denn hier in Norddeutschland sind die Menschen auch nicht anders drauf. In Polen kann man im Vergleich zu uns günstiger einkaufen, was besonders im Bereich der Lebensmittel auffällt. So günstig kann man in keinem deutsche Restaurant essen gehen, was nicht heißt, dass die Qualität schlechter ist. Auch unsere Unterkunft war sehr günstig, aber dafür sehr gut ausgestattet und wir wurden dort sehr nett aufgenommen. Es gibt auffällig viele bewachte Parkplätze in Polen, die man natürlich auch dementsprechend bezahlen muss. Ich glaube für unseren Parkplatz haben wir mit am meisten Geld ausgegeben. Ob diese spezielle Sicherheit nun notwendig ist, oder einfach eine zusätzliche Einnahmequelle, ist fraglich.

Ich fand unseren Ausflug sehr schön und hoffe, dass ich dieses Land noch etwas weiter kennen lernen kann. Wart ihr schonmal in Polen?

xx Josefine 💋


3 Gedanken zu “Poznań

  1. Poznan ist sehr schön, ich mag die Stadt sehr. Sicherlich im Sommer ist auch Malta sehr schön – ein See und eine Skipiste. Außerdem ist die Gegend : kleine Orte Rogalin und Kórnik sehr interessant und schön. Beides kannst du sicherlich googeln, falls du nochmal nach Poznan fahren wirst. Meistens sind Polen offen und freundlich, vielleicht waren die gehemmt durch die Sprache 😌 hab einen schönen Abend 💁🏻‍♀️

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  2. Pingback: April!

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