Mehr Motivation im Lockdown

Kennst du das? Du bist müde? Du hast keine Energie? Keine Ideen und eigentlich gar keine Lust auf gar nichts? Ich kenne diese Phasen und ich muss gestehen, ich hänge schon sehr lange in einer dieser Phasen fest. Wenn es dir auch so geht, dann kann ich dir sagen: Es geht momentan fast allen so! Das zu wissen hat mir schon mal sehr geholfen. Aber es gibt noch mehr, was du tun kannst und heute möchte ich einige Tipps mit dir teilen, die dir auf jeden Fall helfen werden.

Strukturiere deinen Tag!

Mir hilft es sehr, meinen Tag zu strukturieren, auch wenn es mal Zeiten gibt, in denen ich für mehrere Tage das Haus nicht verlassen werde. Das hilft mir meine Zeit einzuteilen, meine Aufgaben im Blick zu behalten und nicht einfach nur so vor mich hin zu leben. Vielleicht bist du schon seit langer Zeit im Homeoffice? Du musst Kurzarbeit machen oder bist so wie ich selbstständig? Wenn man keine festen vorgegebenen Zeiten hat, in denen man bestimmte Dinge erledigen muss, passiert es schnell, dass die Tage nur so an einem vorbeiziehen, ohne dass man irgendwas geschafft hat. So eine Tagesstruktur kann bei jedem anders aussehen, aber um euch ein Beispiel zu zeigen, erkläre ich euch kurz, wie meine Tage aussehen, wenn ich Zuhause bin. Mein Wecker klingelt meistens um 6 Uhr. Ich stehe auf und mache mich als erstes fertig. Gehe duschen, schminke mich und ziehe mir etwas für den Tag an. Und wenn ich nur den Schlafanzug gegen eine Leggings und einen Pullover tausche, selbst wenn mich keiner sehen wird… mir hilft es, in den Tag zu starten. Mir fällt es leichter meinen Alltag durchzuziehen, wenn ich mich wohl fühle und ich mich nicht in dem Zustand befinde, in dem ich am Abend auch wieder ins Bett gehe. Nachdem ich mich fertig gemacht habe, mache ich mir frühstück, schaue was es auf Instagram neues gibt und beantworte ein paar Nachrichten. Dazu muss ich aber sagen, dass ich von diesem Punkt eigentlich wegkommen möchte. Dazu später nochmal mehr. 

Danach ist mein „Morgen“ sozusagen vorbei. Ich schaue in meinen Kalender, was ich für den Tag geplant habe, welche Aufgaben anstehen und welche Onlinemeetings stattfinden. Meine Woche plane ich meist am Sonntag oder Montagmorgen vor, so habe ich einen Überblick und ergänze weitere Termine bei Bedarf. Den Vormittag arbeite ich dann, bis etwa 13:30. Dann esse ich etwas zu Mittag und setze mich wieder an die Arbeit. gegen 15 Uhr versuche ich eine kleine „Kaffeepause“ einzulegen, ich gehe eine Runde spazieren und/oder lese ein bisschen. Je nachdem wie viel Zeit ich habe oder mir nehme, mache ich eine halbe bis zu einer Stunde Pause. Danach setze ich mich das dritte Mal an meine Arbeit. Um 18 Uhr höre ich auf. Dann mache ich ein Homeworkout, dies geht meistens 30 bis 40 Minuten, ich gehe duschen und mache mir gegen 19 Uhr Abendessen. Meinen Abend verbringe ich dann meistens mit Netflix, ich lese nochmal etwas oder spiele an meiner Switch. Nebenbei bin ich oft noch auf Instagram unterwegs, lade einen Post hoch und kommuniziere mit meinen Followern. Zwischen 22 und 23 Uhr gehe ich dann schlafen. 

Natürlich muss man ein bisschen flexibel sein. Nicht jeder kann morgens früh aufstehen und abends früh schlafen gehen. Da muss jeder seinen eigenen Rhythmus finden. Aber es hilft sehr, sich an einen groben Zeitplan zu halten! 

Mache dir einen Plan und setze dir Ziele!

Wie eben schon kurz erwähnt, plane ich meine Woche entweder schon am Wochenende oder am Montagmorgen vor. Ich habe dafür einen Kalender, in den ich alles wichtige eintrage. Eigentlich habe ich sogar zwei, einen mit meinen Terminen und nochmal einen, in den ich alles eintrage, was mit Instagram und meiner Selbstständigkeit zu tun hat. Das hilft mir ungefähr einzuschätzen, was in der Woche auf mich zukommt, wie viel ich zu tun habe und welche Termine ich einhalten muss. Außerdem bin ich ein Fan von to-do Listen. Neben den Dingen, die erledigt werden müssen, schreibe ich mir immer gerne noch ein paar weitere Punkte auf. Das können Aufgaben sein, wie meine Kosmetikpinsel zu reinigen, Schuhe zu putzen oder meinen Laptop „aufzuräumen“. Wenn ich ein bisschen Zeit über habe, dann nehme ich mir von diesen Punkten einen vor. 

Mache Pausen und halte die Wochenenden ein!

Damit nicht jeder Tag gleich aussieht, habe ich wieder angefangen, meine Wochenenden einzuhalten. Unter der Woche stehe ich früh auf und gehe meiner Arbeit nach. Am Wochenende darf ich ausschlafen und tue einfach das, wozu ich Lust habe. Auch das hilft mir den Kopf frei zu bekommen und motivierter in die neue Woche zu starten, auch wenn ich das Haus am Wochenende ebenfalls nicht verlasse. 

Probiere bewusst etwas Neues aus!

Du hast nicht viele Aufgaben um die du dich kümmern musst oder kannst zur Zeit nicht arbeiten? Dann probiere doch mal etwas Neues aus! Ich habe letztes Wochenende zum ersten Mal einige Pflanzen umgetopft und eigenes Gemüse ausgesät. Ich bin wirklich sehr gespannt, was aus den Pflanzen wird. Hätten wir keinen Lockdown, wäre ich vermutlich gar nicht auf die Idee gekommen. Was könntest du mal ausprobieren? Zeichen doch mal etwas, koche etwas schönes oder tapeziere deine Wände neu. 

Rede mit Anderen!

Eine Zeit lang dachte ich, dass nur ich mich so antriebslos fühle und allen anderen der Lockdown so gar nicht zu schaffen macht. Aber das stimmt nicht. Nun weiß ich, dass es tatsächlich fast allen so geht. Deshalb ist es wichtig, darüber zu reden. Zu erzählen, wie man sich fühlt und auch anderen zuzuhören. Tausche dich darüber aus, was anderen zu dieser Zeit hilft. 

Kümmere dich um dich!

Auch wenn wir viel alleine und die meiste Zeit Zuhause sind, vernachlässige deinen Körper nicht. Man neigt dazu sich weniger zu bewegen, ungesünder zu essen und sich vielleicht sogar ein kleines bisschen zu vernachlässigen. Sage dir immer wieder, dass es trotzdem dein Körper ist, in dem du wohnst und nicht nur eine optische Hülle, die anderen gefallen soll. Achte auf ausreichend Bewegung, gebe deinem Körper die Nahrung, die er braucht und mache das, wodurch du dich schön fühlst! Vielleicht wird es dieses Jahr keinen Strandurlaub geben, aber warum solltest du nicht trotzdem an deiner Bikinifigur arbeiten, damit du dich wohl in deiner Haut fühlst? Oder dir morgens ein hübsches Kleid anziehen, einfach weil es dir gefällt? 

Schaffe medienfreie Zeiten!

Im ersten Punkt dieses Beitrages schrieb ich, dass ich morgens beim Frühstück schon meine ersten Nachrichten beantworte. Mir ist aufgefallen, dass ich seit dem Lockdown viel mehr Zeit an diverse technischen Geräten verbringe. Sei es das Smartphone, der Laptop, meine Switch oder der Fernseher. Es gibt in meinem Tag kaum 5 Minuten, wo ich nicht eines von diesen Geräten benutze. Davon möchte ich wieder wegkommen. Auch wenn ich mir oft sage, dass ja auch meine sozialen Kontakte zur Zeit in diesen Geräten stecken, stresst es einen unbewusst. Deshalb versuche dir jeden Tag eine medienfreie Zeit zu schaffen. Oder auch einen ganzen medienfreien Tag. Nehme dein Smartphone nicht direkt morgens in die Hand und halte es auch nicht als letztes in der Hand, bevor du schlafen gehst. In dieser Hinsicht bin ich echt kein gutes Vorbild, aber ich möchte daran arbeiten. 

Es ist okay, auch mal nichts zu tun!

Sollte es zwischendurch mal einen Tag geben, an dem einfach gar nichts geht, ist das auch in Ordnung. Ich freue mich mittlerweile richtig auf meine Wochenenden, weil ich an diesen auch einfach mal nichts tun darf. Sollte es mir unter der Woche mal nicht gut gehen, versuche ich mich auch an diesen Tagen nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Dann mache ich nur das notwendigste und lasse den Rest der Arbeit liegen. Wir haben oft das Gefühl, nicht genug zu leisten. Immerhin machen wir ja „nichts“, weil man momentan nur wenig machen kann. Aber vergesst nicht, dass die momentane Situation sehr anstrengend für unser Psyche und damit auch für unseren Körper ist. Wir sind gezwungen achtsamer zu sein und lernen vielleicht einige unserer Schwächen kennen, die uns vorher nicht bewusst waren. Wir sind umgeben von vielen negativen Nachrichten und einem ständig steigenden gesellschaftlichen Druck. Das dürfen wir nicht vergessen. 

Ich hoffe, der ein oder andere Punkt kann auch dir ein bisschen helfen. Sollte es noch etwas geben, das dir gut hilft, dann schreibt es gerne in einen Kommentar. Vielleicht hilfst du damit wieder einer weiteren Person. 

xx Josefine

2 Kommentare zu „Mehr Motivation im Lockdown

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