Urlaub in Deutschland – Freital

Nachdem im letzten Jahr fast alle Reisen ausfallen mussten, durfte ich in diesem Sommer bereits zwei Mal verreisen und ich bin so dankbar dafür! Wie ihr wisst, liebe ich Schweden. Ein Urlaub nach Skandinavien war zunächst aber nicht möglich, weil zu diesem Zeitpunkt Schweden noch ein Risikogebiet war und eine anschließende Quarantäne zur Folge gehabt hätte. Also beschlossen wir, einen Urlaub in Deutschland zu machen. Eine tolle Erfahrung, denn bisher war ich mehr im Ausland unterwegs, als in meinem eigenen Land. Heute möchte ich mit euch teilen, berichten, was wir alles erlebt haben.

Unsere Reise ging nach Freital, ein Ort in der Nähe von Dresden. Wir mieteten uns dort eine Ferienwohnung, ein Roadtrip war es dieses Mal also nicht. Während hier bei uns im Norden das Land eher flach ist, befindet sich Freital mitten im Elbsandsteingebirge. Auch wenn dieses Ort nur etwa 4 Stunden Autofahrt entfernt liegt, ist die Natur dennoch eine ganz andere als hier bei mir. Wir starteten an einem Sonntagnachmittag und erreichten unsere Wohnung gegen Abend. Viel passierte an diesem Tag nicht mehr. Wir packten unsere Sachen aus, bestellten etwas zu essen und schauten Fußball. Allgemein verbrachten wir die meisten Abende vor dem Fernseher, denn unser Urlaub befand sich mitten in der Europameisterschaft. Eigentlich bin ich kein großer Fußballfan, wenn man aber erstmal dabei ist, sind die Spiele doch ganz spannend.

Den ersten Tag verbrachten wir am Badesee der Talsperre Malter. Wir hatten an diesem Montag richtig tolles Wetter, die Tage darauf war es leider nicht mehr so schön. So hatten wir aber zumindest einen tollen Sommertag, an dem wir schwimmen, uns sonnen und picknicken konnten. Die Badestelle gefiel mir sehr gut. Man musste einen geringen Eintritt bezahlen, dafür war das Gelände aber sehr gepflegt, es gab viele und saubere Toiletten, Rettungsschwimmer und einen Kiosk. Außerdem extra Strandabschnitte für Hunde und FKK, so dass wirklich für jeden etwas dabei war. Dennoch hatte man ausreichend Platz für sich und der See war toll um zu schwimmen.

Der Badesee an der Talsperre Malter
Talsperre Malter

Am Dienstag besuchten wir den Schlosspark in Pillnitz. Ein wunderschönes Gelände, das wohl sonst ziemlich überfüllt ist, aber wir hatten Glück und befanden uns fast alleine dort. Während wir in Freital waren, war dort noch keine Ferienzeit. Auch Touristen aus anderen Ländern gibt es dieses Jahr in Deutschland erst wenige und das Wetter sollte ziemlich schlecht sein. Es war viel Regen und Gewitter angesagt. Die Luft war an diesem Tag wirklich ziemlich tropisch, dennoch blieben wir vor einem Unwetter verschont. Bei dem Schlosspark handelt es sich um eine riesige Gartenanlage, viele alte Gebäude und wunderschöne Bauwerke. Das haben wir natürlich genutzt und tolle Bilder gemacht.

Am Mittwoch ging es dann wandern, so wie wir es von unseren Reisen in Skandinavien gewohnt sind. Wir wählten eine schöne Route, entlang an einigen Feldern, durch den Wald und auch durch einige Berge. Es ist schon beeindrucken und teilweise sogar ein bisschen erdrückend, so nah an den riesigen Steinen entlangzugehen. Dennoch war es super schön und mal eine so ganz andere Landschaft, als die, die wir hier im Norden kennen. Nach unserer Wanderung machten wir dann noch einen Abstecher zu IKEA – für das Schwedenfeeling.

Allgemein waren wir auch in diesem Urlaub wieder sehr viel zu Fuß unterwegs, weshalb wir beschlossen, den Donnerstag etwas ruhiger angehen zu lassen. Wir fuhren nach Dresden, eine Stadt, die ich zuvor noch nicht besucht habe. Wir gingen ein bisschen shoppen, in das ein oder andere Restaurant und schauten uns einige alte Gebäude an. Ein bisschen erinnert mich Dresden an die tschechische Hauptstadt Prag, die sogar ganz in der Nähe liegt. Allgemein fand ich Dresden aber nicht so spektakulär. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, ich muss aber nicht gleich wieder dort hin.

Freitag fuhren wir zur Festung Königsstein. Ich muss gestehen, dass ich anfangs nicht so begeistert von diesem Ort war, da diese eigentlich sehr schöne Burganlage total überteuert ist. Unabhängig von einem sehr teuren Eintritt, kostete das Parkhaus extra, genauso wie die Bahn, die einen hoch zur Burg bringt. Aus diesem Grund verzichteten wir auf diesen Service. Der Aufstieg dauerte allerdings recht lange und war super anstrengend, wozu man sagen muss, dass wir drei schon recht sportlich sind. Auch in der Burganlage direkt ging es noch ein ganzes stück bergauf. Leute mit wenig Kondition oder mit Fußproblemen sollten also genügend Geld dabei haben. Auch Familien mit Kinderwagen hatten dort ziemlich zu kämpfen. Es gibt wohl auch einen Aufzug, diesen haben wir allerdings nicht gefunden und ich vermute, auch dieser wäre nicht kostenlos gewesen. Unabhängig davon war es aber eine sehr schöne Burganlage. Es gibt einen Rundweg außen an der Burg entlang, von dem aus man einen beeindruckenden Blick über die unter einem liegende Landschaft hat. Alleine dafür hat es sich gelohnt. Wir verbrachten den ganzen Tag dort, schauten uns viel an, picknickten und machten tolle Bilder.

Samstag, den letzten Tag vor unserer Abreise, fuhren wir zur Bastei. Diese erreicht man nicht direkt mit dem Auto, aber es gibt einen Parkplatz, von dem aus ein Bus einen direkt zum Ziel fährt. Natürlich kostet auch dieser ein bisschen, im vergleich zum Vortag aber deutlich weniger. Man kann den Weg vom Parkplatz zur Bastei auch zu Fuß gehen, davon würde ich aber abraten. Man würde etwa 45 Minuten gehen, geht direkt auf der Straße und im Sommer mitten in der Sonne. Dafür habe ich die 2€ Busgeld gerne bezahlt. Zumal noch eine längere Wanderung vor uns lag. Die Bastei-Brücke ist eine bekannte Sehenswürdigkeit und man hat auch von ihr aus einen tollen Ausblick. An dieser Location war es allerdings ziemlich voll und es waren sehr viele Touristen vor Ort, zu denen wir natürlich auch zählten. Von der Brücke ging ein Wanderweg ab, der super schön, aber auch anstrengend war. Der weg führte durch Felsen und Wald und bestand hauptsächlich aus natürlichen Treppen. Diese Treppen sind also keine normalen gleichmäßigen Treppen, die Stufen sind alle unterschiedlich, bestehen aus Steinen und Holz, eben dem, was die Natur so zu bieten hat. Die Wanderung war toll, aber auch zwischenzeitlich herausfordernd. Je nachdem wie fit ihr seid, plant euch also genügend Zeit für Pausen ein und nehmt euch reichlich zu trinken mit. Was ich etwas ungewohnt fand, waren tatsächlich die vielen Menschen, denen man begegnete. Von unseren Schwedenreisen waren wir es gewohnt, stundenlang durch die Natur zu laufen, ohne auch nur irgendjemanden zu begegnen. Allgemein kann ich diese Wanderung aber nur empfehlen, ich fand sie toll!

Am Sonntag packten wir unsere Sachen zusammen und dann ging es auch schon wieder nach Hause. Bisher habe ich nur selten in Deutschland Urlaub gemacht, muss aber sagen, dass mir diese Reise sehr gut gefallen hat. Machst du Urlaub eher im Ausland oder in Deutschland? Für mehr Eindrücke von dieser Reise schaue gerne in mein Instagram-Highlight „Freital“.

2 Kommentare zu „Urlaub in Deutschland – Freital

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